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Wissenswertes über das Stillen

Schon in der Schwangerschaft verändert sich aufgrund hormoneller Veränderungen die Brust der werdenden Mutter und nimmt dadurch erheblich an Größe zu. Die Milchbildung und damit auch das Stillen kommt nach der Geburt des Kindes automatisch in die Gänge. Da Muttermilch heutzutage als die beste Ernährung für das Neugeborene gilt, wird empfohlen mindesten 6 Monate lang zu stillen. Muttermilch ist immer genau an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst und enthält neben Flüssigkeit und Nährstoffen auch Antikörper, die als Schutz vor Infektionen dienen. Stillen unterdrückt zudem auch die Entstehung von Allergien und fördert die emotionale Mutter-Kind-Bindung.

Am besten informiert man sich schon während der Schwangerschaft über die Grundregeln des Stillens, die wichtig sind um erfolgreich stillen zu können. Die meisten Stillprobleme können gelöst werden, wenn man sich bei deren Auftritt rechtzeitig von einer Hebamme oder einer Stillberaterin helfen lässt und sich nicht scheut diese um Rat zu fragen.

Für das Stillen sprechen also eine Menge von Vorteilen:

  • Erstens ist stillen kostengünstig und praktisch.
  • Zweitens sind die Bestandteile der Muttermilch bestens auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt.
  • Drittens können durch das Stillen Allergien vermieden werden.
  • Viertens unterstützt die Muttermilch durch die in ihr enthaltenen Abwehrstoffe das noch nicht ausgereifte Immunsystem des Säuglings und schützt ihn so vor Infektionen.

Durch den hohen Östrogen und Progesteronspiegel kommt es schon während der Schwangerschaft zum Brustwachstum. Durch dieselben Hormone wird jedoch anfangs die Milchproduktion unterdrückt. Weil nach der Geburt und der Ausstoßung der Plazenta der östrogen- und der Progesteronspiegel sehr rasch abfallen, steigt das vorher unterdrückte Prolaktin steil an und die Milchproduktion wird in Gang gesetzt.

In den ersten 1-2 Tagen nach der Geburt wird die so genannte Vormilch, das Kolostrum, gebildet und etwa am 3.Tag kommt es dann zum Milcheinschuss. Vom 5. Tag an spricht man von der übergangsmilch und ab dem 15. Tag dann von der reifen Muttermilch. Schon die Vormilch ist sehr wertvoll für das Neugeborene, weil sie die so genannten IgA Antikörper enthält welche sich in der Darmschleimhaut des Neugeborenen ausbreiten und dadurch eine Barriere gegen Krankheitskeime bilden. Wie die Vormilch enthält auch die reife Muttermilch alle für das Baby wichtigen Stoffe wie Eiweiße, Vitamine, Fette, Milchzucker und Abwehrstoffe. Die Zusammensetzung und Menge der Milch wird je nach Alter des Säuglings genau auf dessen Bedarf abgestimmt. Durch Zufüttern von Flaschenmilch aber auch von Tee wird diese Regulation gestört. Weil das Baby dann weniger saugt, geht die Milchproduktion zurück.

Zum Stillen braucht man Ausdauer, Geduld und innere Ruhe. Viele Frauen sind der Meinung, dass auch eine Portion Selbstbewusstsein und Vertrauen zur Mutter Natur dazu gehören. Stillen trägt zu einer sehr engen Verbindung mit dem Kind bei. In den ersten Tagen schlafen einige Babys sehr viel und können nur durch einige Tricks zum trinken animiert werden. Dann lässt man ihnen am besten ein wenig Zeit und füttert nicht gleich mit der Flasche zu. Wenn sich der Säugling an seine neue Umgebung gewöhnt hat, wird sich der Hunger automatisch melden und es ist noch kein gesunder Säugling verhungert, weil er in den ersten Tagen weing getrunken hat.

Wie man richtig anlegt: Nimm dir viel Zeit und Ruhe und suchen dir eine bequeme Haltung aus. Das kann sitzend oder aber auch liegend sein. Während man den Säugling mit einem Arm hält bzw. unterstützt, hält man mit der anderen Hand die Brust und "legt" die Brustwarze mit dem Daumen und Zeigefinger gleichzeitig in den Mund des Säuglings. Dabei muss beachtet werden, dass die Nasenatmung des Säuglings nicht behindert wird. Dann wird immer abwechselnd mal mit der linken, mal mit der rechten Brust begonnen, weil die zuerst angelegte Brust besser geleert wird. In der Regel stillt man 10 Minuten pro Seite.

Um erfolgreich stillen zu können sollten einige Grundregeln beachtet werden:

  • Sei überzeugt davon, stillen zu können.
  • Gönn dir ausreichend Entspannung und Ruhe.
  • Manchmal braucht es eine gewisse Ausdauer und Geduld bis sich der Stillrhythmus einspielt.
  • Trinke ausreichend. (mindestens 2 Liter pro Tag)
  • Lege den Säugling möglichst innerhalb der ersten Lebensstunde erstmals an.
  • Lass dir das richtige Anlegen des Säuglings frühzeitig zeigen um so eventuelle Probleme wie z.B. wunde Brustwarzen zu vermeiden.
  • Die Brustwarze und den Großteil des Warzenhofes muss der Säugling in den Mund bekommen um effizient saugen zu können.
  • Lege den Säugling in den ersten Wochen so oft an, wie er danach verlangt, anfangs ca. 8 bis 10 mal täglich.
  • Vermeide anfangs das Nuckeln an der Brust und steigere die Trinkdauer von anfangs 5 Minuten langsam und nach Bedarf.
  • Vermeide jede Zufütterung.
  • Der Bedarf steigt während der Wachstumsschübe (mit ca. 10 Tagen, 6 Wochen, 12 Wochen). Durch häufigeres Anlegen wird die Milchproduktion dann aktiviert.
  • Du kannst dein Kind solange stillen, wie es euch beiden Freude bereitet. Das ausschließliche Stillen wird während der ersten 6 Monate empfohlen, das weiterführende Stillen kann auch noch länger fortgesetzt werden. (WHO-Empfehlung)
  • Bei Problemen solltest du dir rechtzeitig Rat von einer Hebamme oder Stillberaterin holen.



Was man essen und trinken kann: Während der Stillzeit solltest du dich abwechslungsreich, mineralstoff- und vitaminreich ernähren. Stillende Mütter benötigen ca. 600- bis 800 kcal zusätzlich.
Vermieden werden sollten blähende Speisen wie z.B. Bohnen oder Kohl, da diese bei dem Kind ebenfalls Blähungen verursachen können. Man sollte auch auf Zitrusfrüchte und scharfe Gewürze verzichten, weil das Kind davon einen wunden Po bekommen kann. Trinke ca. 2 Liter Flüssigkeit in Form von kohlensäurearmen Mineralwasser, verdünnten Säften, Kräuter- oder Früchtetee.

Kaffe und Tee sollte nur in geringen Mengen getrunken werden. Da Alkohol direkt in die Muttermilch übergeht sollte darauf verzichtet werden. Möchtest du dennoch einmal ein Glas Wein trinken, tu das allenfalls direkt nach dem Stillen. Bis zum nächstem Anlegen ist der Alkohol dann zum Grossteil wieder abgebaut. Wenn man in den ersten Tagen ein "Esstagebuch" führt, kann man sehr schnell beurteilen, was das Kind verträgt und was nicht.

Probleme beim Stillen: Durch unsachgemäßes Anlegen an die Brust kommt es bei Manchen in der Stillzeit zu wunden, rissigen oder gar blutigen Brustwarzen. überprüfe dann deine Stilltechnik. Das Kind sollte vom Warzenhof soviel wie möglich zu fassen bekommen und nur so lange angelegt sein, wie es auch wirklich trinkt.

Durch das reine "Genussnuckeln" werden die Brustwarzen unnötig strapaziert. In den ersten Wochen sind häufige kurze Mahlzeiten oft günstiger. Wenn das Baby satt ist, zieh nicht einfach die Brustwarze weg sondern schieb dem Kind einen Finger in den Mundwinkel. Dadurch wird der beim Stillen entstandene Unterdruck unterbrochen.
Bei wunden Brustwarzen sollte man das Kind kürzer aber dafür häufiger anlegen und dafür sorgen, dass viel Luft an die Brust kommt. Gegebenenfalls sollte man eine Hebamme oder Stillberaterin um Rat fragen.

Vorsicht: Durch das Reiben der Brustwarzen vor der Geburt können Wehen ausgelöst werden.

Der Milchstau oder gar eine Brustdrüsenentzündung (Mastitis puerperalis) ist eine der gefürchtetsten Komplikationen in der Stillzeit. Sie wird durch eine bestimmte, aus dem Mund des Kindes kommende Bakterienart hervorgerufen. Ein bestehender Milchstau und kleine Wunden an den Brustwarzen begünstigen den Erregereintritt. Bei einer Brustdrüsenentzündung kann es schnell zu hohem Fieber bis 40°C, begleitet von grippeähnlichrer Symptomatik kommen.

Die Brust ist heiß, gerötet und sehr schmerzhaft. Schon bei dem Verdacht einer Mastitis sollte man unbedingt die Hebamme kontaktieren. Zur Therapie ist unbedingt Ruhe wichtig. Abgestillt werden muss das Kind normalerweise deshalb nicht. Es reicht meistens aus die entzündete Brust hochzubinden und mit Quark- oder Alkoholumschlägen zu kühlen. Der Warzenvorhof und die Brustwarze sollten dabei ausgespart werden. Man sollte das Kind dann häufiger anlegen und die verbliebene Milch ausstreichen. Ein weiterer Milchstau sollte unbedingt vermieden werden. In besonders schweren Verläufen kann allerdings auch eine Antibiotikatherapie nötig sein.

Tipps zum Abstillen: Das Baby profitiert in den ersten 6 Monaten von der Muttermilch und sollte deshalb nach Möglichkeit so lange gestillt werden. Den Bedürfnissen von Mutter und Kind angepasst sein sollte der Zeitpunkt des Abstillens. Viele Kinder bestimmen diesen Zeitpunkt alleine und es kommt vor, dass sie die Brust von heute auf morgen ablehnen. Wenn man nicht mehr stillen möchte, sollte man langsam abstillen damit das Verdauungssystem des Kindes auf die neue Kost umstellen kann. Zunächst wird eine Stillmahlzeit durch Flaschenkost ersetzt und ansonsten wie gewohnt weiter gestillt. Ein paar Tage später wird dann die nächste Stillmahlzeit ersetzt usw. Als Beikost kann man auf Gläschennahrung zurückgreifen oder selber Obst- und Gemüsebrei pürieren.

Empfängnisverhütung während der Stillzeit: Normalerweise wird während der Stillzeit das Hormon Prolaktin zwar eine normale Mestruationsblutung unterbinden. Allerdings kann es trotzdem zu einem Eisprung kommen und du kannst erneut schwanger werden. Alleine das Stillen ist kein ausreichender Empfängnisschutz. Sprich deshalb am besten mit deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt über die Möglichkeit der Verhütung sobald der Wochenfluss aufgehört hat.

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Achtung: Wir sind keine Ärzte oder medizinische Fachkräfte. Die im Forum getroffenen Aussagen beruhen auf eigenen Erfahrungen und können deshalb keinen Arztbesuch ersetzen.

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